1923

Am 4. Januar 1923 trafen sich „Im Schlomberg“ (Hochstein) 32 Männer aus Heinrichsthal und Wehrstapel, um einen eigenen Schützenbund zu gründen. Die versammelten Männer wählten den ersten Vorstand. In der Generalversammlung vom 26. Januar 1923 wurden die 23 Paragraphen des Schützenbundes vorgelegt und beschlossen. In dieser Versammlung wurden 24 neue Mitglieder aufgenommen
Um die Vereinskasse aufzubessern, wurde vereinbart, ein Theaterstück in der Gastwirtschaft Ferdinand Hengesbach durchzuführen. Es fehlte auch nicht an freiwilligen Spielern. Als am 24. Februar 1924 der Vorhang um 19.00 Uhr aufging, hatte man ein volles Haus. Angehörige der Mitglieder zahlten 0,50 RM und Nichtmitglieder 0,70 RM Eintritt. Es wurde auf eine Wiederholung gedrängt. Am 2. März erfolgte die zweite Vorstellung mit gleich gutem Erfolg. Der Verein hatte sich öffentlich gezeigt und neue Anhänger gefunden. In der Vereinsversammlung am 23. März 1924 in der Gastwirtschaft Schulte in Wehrstapel war man mit den Einnahmen sehr zufrieden. Der Verein brauchte Geld, um die nötigsten Anschaffungen zu machen. Es gab keine Gewehre, keine Fahnen, keine Schärpen und auch sonst fehlte es an allen Dingen, die ein Schützenverein braucht.

1924

Das erste Schützenfest des Schützenbundes Heinrichsthal-Wehrstapel wurde am 13. und 14. Juli 1924 auf dem Hofe des Vereinswirtes Fritz Hochstein gefeiert. Es war für den Schützenvorstand außerordentlich schwierig, für das Schützenfest die amtlich vorgeschriebene Genehmigung zu bekommen. Schützenhauptmann Reinecke scheute keinen Gang zu den Behörden. Schließlich wurde er beim Landrat Mallinckrodt vorstellig, dem er seine Sorgen und Nöte vortragen konnte. Landrat Mallinckrodt genehmigte das Fest. Mit dem gewählten König Konrad Schönweiß und der Königin Margarethe Nöckel, beide aus Heinrichsthal, wurde das Schützenfest in zwei aufgeschlagenen Zelten gefeiert.

1926

In der Generalversammlung am 3. Januar 1926 wurde beschlossen, daß auch die Königin als Andenken einen Orden erhalten solle. In dieser Versammlung wurde den Schützenbrüdern mitgeteilt, daß die Mitglieder Nikolaus Andres und Heinrich Schröder durch eifriges Sammeln einen guten Batzen Geld zusammengetragen hatten. Mit diesem Geld wurde eine neue Fahne, die erste Fahne des Schützenbundes gekauft.